E-Mobility: Deutschland holt auf, aber ohne einheimische E-Autos

Aktuelle Zahlen und Trends im Wandel vom Verbrenner-Land zur E-Auto-Nation Deutschland.

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Dekarbonisierung ist eines unserer Hauptziele bei Octopus Energy. Dazu müssen wir wichtige Bereiche wie den Verkehr und den Wärmesektor umstellen: von fossilen Brennstoffen auf Strom, genauer gesagt Ökostrom. Auf den Straßen spricht man von einer Mobilitätswende. Wo Deutschland dabei steht, das schauen wir uns einmal genauer an.

Spielen die deutschen Autohersteller mit?

Deutschland galt lange als Verlierer der Energiewende. Schwer tat sich das Land in der Umstellung von Verbrennermotoren auf elektrische Antriebe. Doch das scheint sich nun zu ändern. Rekordneuzulassungen für elektrisch betriebene Fahrzeuge in Europa überholen erstmals die Neuzulassungen in China. In Deutschland verdreifachten sich die Neuzulassungen von elektrischen Autos 2020 beinahe im Vergleich zum Vorjahr. Ist das die dringend benötigte Trendwende im Bereich Mobilität? Und welche Unternehmen profitieren davon?

Grafik: Neuzulassungen von E-Autos im Jahr 2020 Weltweit
Neuzulassungen von E-Autos im Jahr 2020 Weltweit

Viel haben deutsche Autohersteller noch nicht von dem Boom. Unter den fünf meistverkauften E-Autos 2020 in Deutschland befinden sich nur zwei deutsche Modelle. Die am häufigsten zugelassenen E-Autos im Jahr 2020 sind:

  1. Renault Zoe
  2. VW E-Golf
  3. Tesla Model 3
  4. VW Id.3
  5. Hyundai Kona

(Quelle: statista com)

“Ich hoffe dass jene, die die Infrastruktur der Zukunft planen, mehr auf Elektroautofahrer hören, oder besser selbst anfangen, Elektroautos zu fahren. Ich glaube, wenn viele einmal den Wechsel wagen, werden sie positiv überrascht sein.”
-Andrew Mack, CEO Octopus Energy Germany

Deutsche Automarken verlieren

Den Switch zu E-Mobility haben deutsche Autohersteller bisher jedoch nicht so ganz hinbekommen; es fehlt an konkurrenzfähigen deutschen E-Modellen.

Marke               Zulassungen 2020 im Vergleich zu 2019

Volkswagen      -21,3 %

Mercedes          -10,6 %

BMW                 -13,7 %

Audi                  -19,9 %

Tesla                 +55,9 %

Lange weigerten sich die deutschen Autohersteller, vom Verbrennungsmotor abzulassen – zu lasten der Umwelt und der Luftqualität. Ein Abgas-Skandal jagt darüber hinaus den nächsten. Dies haben die deutschen Verbraucher anscheinend noch nicht vergessen.

Einen Schritt voraus ist Tesla in Sachen E-Mobilität

Ganz ohne Verbrennermotor kam Tesla schon von Anfang an aus. Das Unternehmen entstand 2003 im Silicon Valley. Zu dieser Zeit war der Ruf des Verbrenners noch nicht so angekratzt und der Klimawandel leider nur ein ungehörtes  Echo aus der Wissenschaft.  2003 hatte man noch nicht daran gedacht, Elektroautos für die breite Masse zu produzieren. Ohne Elon Musk in der Führungsriege hatte das Unternehmen nur hochpreisige Sportwagen im Fokus. Das änderte sich, als Musk 2008 zum CEO wurde. Lange bevor deutsche Autohersteller überhaupt das Wort Umwelt in den Mund genommen haben, hatte das Unternehmen sich gekonnt auf der Seite des Klimas positioniert. Das Ziel war, E-Autos anzubieten, die einem Auto mit Verbrennermotor in nichts nachstehen. Oft wurde der Vorstoß noch belächelt. Doch die Kritiker sollten sich irren: Tesla gilt als erfolgreichster E-Autobauer der Welt, mit einem beispiellosen Innovationsdrang und hat die Disruption der Autoindustrie maßgeblich mit vorangetrieben.

Diagramm: Marktwerte von Tesla, Daimler, BMW und VW im Vergleich
Marktwerte von Tesla, Daimler, BMW und VW im Vergleich

Bald schon “Tesla made in Germany”?

Der Wert des US-amerikanischen Unternehmens ist aktuell höher als alle deutschen Automarken zusammen. Das bedeutet viel Geld und Ressourcen um die Verkehrswende auf globalen Märkten voranzutreiben. Umso besser, dass sich Elon Musk dafür entschieden hat, Deutschland zum ersten europäischen Tesla-Standort auszubauen. Schon bald dürfte die Produktion von Tesla-Autos für den europäischen Markt in Deutschland starten. In Grünheide, in der Nähe von Berlin, schafft die neue Giga Factory bis zu 40 000 neue Arbeitsplätze. Elon Musk betonte, dass er den deutschen Erfinder- und Ingenieursgeist schätzt und bewundert.

Auch Andrew Mack, der Deutschland-Chef von Octopus Energy ist ein Elektroautofahrer der ersten Stunde und schätzt seinen Tesla sehr.

Günstige Energie als Schlüssel für die Mobilitätswende

Die Politik in Deutschland fördert einerseits den Umstieg auf E-Autos, aber gleichzeitig sind die Strompreise hierzulande, bedingt durch die hohen Abgaben, immer noch viel zu hoch – ist das nicht paradox? Strom ist in Deutschland nach wie vor mit einer horrenden ‚Strafsteuer‘ belegt. Man kann nur auf eine baldige Strompreisreform hoffen. Dann wäre der Weg für die Elektrifizierung des Verkehrssektors geebnet.

Kunden und Kundinnen von Octopus Energy können doppelt profitieren: 

  • Wer eine Tesla Powerwall und eine Solaranlage besitzt, kann über den Tesla Stromtarif zu günstigen Konditionen Ökostrom beziehen.
  • Im E-Auto-Ladenetzwerk “Electric Juice Network” sind E-Auto-Begeisterte über weite Strecken mit kleinem Fußabdruck unterwegs und tanken in ganz Europa Strom für ihren Wagen (in Deutschland vermutlich ab Herbst 2021 verfügbar).
Illustration: Electric Juice Network
Das EJN vereinfacht das Laden


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