COP26: Nur BlaBla oder wichtiger Meilenstein?

COP26: Nur BlaBla oder wichtiger Meilenstein?

200 Staaten und 40.000 Teilnehmer trafen sich vom 31. Oktober bis 12. November 2021 zum 26. Mal zur sogenannten “Conference of Parties” oder kurz COP.

Bei der UN-Klimakonferenz wurde darüber beraten, wie die bereits beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz weiter verbessert werden können, um die vereinbarten Klimaziele noch zu erreichen. 

Die Ergebnisse der Konferenz werden kontrovers diskutiert. Während die einen sagen, es sei endlich (nochmal) ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan. Allein schon die Tatsache, dass 200 Staaten miteinander sprechen, diskutieren und man sich am Ende auf eine gemeinsame Erklärung einigen konnten (wenn auch mit einigen Abstrichen), sei schon ein großer Erfolg. 

Kritische Stimmen hingegen merken berechtigterweise an, dass die Maßnahmen zu unkonkret und nicht weitreichend genug seien, um wirklich etwas im Kampf gegen den Klimawandel zu bewegen. Die wohl größte Kritikerin Greta Thunberg brachte es in ihrem Tweet auf den Punkt:


Doch was sind denn nun die konkreten Ergebnisse und inwiefern werden sie kritisiert? Das sehen wir uns jetzt an. 

Die wichtigsten Ergebnisse der COP26 im Überblick

🌡 Das 1,5 Grad Ziel

Bereits 2015 hatten sich 175 Staaten beim Pariser Klimaschutzabkommen auf das Ziel verständigt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Zu diesem Ziel bekennen sich nun alle 200 Staaten, die an der COP26 in Glasgow teilgenommen haben. Dazu wollen sie bis Ende 2022 ihre Klimaschutzpläne nachschärfen. In der Abschlusserklärung wurde außerdem festgehalten, dass der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen noch in diesem Jahrzehnt um 45% gesenkt werden muss, damit das 1,5 Grad Ziel realistisch bleibt. 

Woher dieses Ziel überhaupt kommt und was da eigentlich womit verglichen wird, haben wir in unserem Artikel “Erderwärmung: Woher kommt eigentlich das 1,5-Grad-Ziel?” zusammengefasst. 

Den Kritikern geht dies nicht weit genug, denn momentan steuern wird auf eine Erwärmung von über 2 Grad zu - selbst wenn alle Länder ihre Zusagen zum Klimaschutz einhalten. 

⛔️ Der Kohleausstieg

Der wohl meist diskutierte aber auch wichtigste Beschluss der Klimakonferenz ist der zum Kohleausstieg beziehungsweise richtiger zum Kohleabbau. Ursprünglich wollte man eine verbindliche Regelung zum Kohleausstieg in die Abschlusserklärung bringen. Letztendlich wurde es aber nur die Einigung auf einen schrittweisen Abbau der Energiegewinnung durch Kohle.
Warum? China und Indien, beides Staaten, die sehr abhängig von Kohlekraftwerken sind, haben auf diese Entschärfung gedrängt. Und genau hier liegt auch die Kritik am Beschluss: Die Vereinbarung sei nun verwässert und biete weiterhin einige Schlupflöcher.

🐮 Der Methanausstoß

Mehr als 100 Staaten haben sich darauf geeinigt, den Ausstoß des klimaschädlichen Methans im ein Drittel zu senken. 

Jedoch machen drei der größten Methan-Verursachern, nämlich China, Indien und Russland bei diesem Pakt nicht mit. Zudem wurden keine wirklichen Pläne vorgelegt, wie die Methan-Einsparungen erreicht werden sollen. 

💸 Die Hilfe für arme Staaten

Besonders ärmere Ländern leiden unter den Folgen der Klimakrise. Millionen Menschen sind schon jetzt immer häufiger Opfer von Stürmen und Überschwemmungen oder Dürren und Hitzewellen. Daher sollen die Finanzhilfen bis 2025 verdoppelt werden - von aktuell jährlich rund 20 auf 40 Milliarden US-Dollar. 

Das Problem daran: Genau das wurde bereits vor mehr als 10 Jahren zugesagt, gehalten hat sich daran niemand. Daher haben Kritiker berechtigte Zweifel daran, ob die reichen Länder sich diesmal an ihre Zusagen halten werden. 


Man kann also zusammenfassend sagen, dass es durchaus positiv ist, dass nun 200 Staaten gemeinsam darüber beraten haben, wie sie gemeinsam den Klimawandel bekämpfen wollen. Auch die Tatsache, dass am Ende ein Beschluss vorlag, den alle Staaten unterschrieben haben, ist nicht selbstverständlich und daher ein wichtiger Schritt.
Dennoch haben die Kritiker natürlich auch einen validen Punkt. Denn letztendlich bekommen diese Beschlüsse nur einen Wert, wenn die Staaten sie auch wirklich umsetzen. Und genau hier setzen wir von Octopus Energy an - wusstet ihr, dass einige unserer Kolleg*innen aus UK bei der COP26 in Glasgow dabei waren?

Octopus Energy auf der COP 26 in Glasgow

Bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen spielen Unternehmen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, wirklich etwas zu verändern. Mit unserer Teilnahme am COP26 konnten wir zeigen, dass wir bereits an Lösungen arbeiten und durchaus ein Wörtchen mitzureden haben, wenn es darum geht, den Klimawandel global anzugehen. Über 30 unserer Kolleg*innen aus UK arbeiteten hart an unserem Auftritt bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow.
Dank ihrer Hilfe konnten wir in verschiedenen Panels, Side-Events und auch auf der großen Bühne, dass es bereits Lösungen gibt, den Klimawandel aktiv zu anzugehen. 

Eine dieser Lösungen ist der Octopus Energy Fan Club (fan basierend auf dem englischen Wort für Windrad) bei dem wir dank unserer zwei Windturbinen in Market Weighton und Caerphilly lokale grüne Energie anbieten können. 

Zusammen liefern unsere Turbinen genug erneuerbare Energie, um bis zu 800 Haushalte zu versorgen. Dreht sich das Windrad, erhalten unsere Kund*innen automatischen einen Rabatt von 20% auf ihren Strompreis. Und wenn der Wind auffrischt und die Turbinen sich bei maximaler Geschwindigkeit drehen, steigt der Rabatt sogar auf 50%.
Kund*innen können jederzeit online und in Echtzeit sehen, wie viel sie gerade bezahlen und erhalten Prognosen zur Windgeschwindigkeit, um ihren Tag und die Zeiten, zu denen sie Strom verbrauchen, besser planen zu können. 
Dies ist nur eine der zahlreichen Lösungen, die wir auf der COP 26 vorgestellt haben und die zeigt, dass wir nicht nur reden sondern bereits Lösungen haben und an weiteren arbeiten. 


Zwar sind wir in Deutschland noch nicht ganz soweit, wie unsere Kolleg*innen in UK, dennoch arbeiten wir täglich daran, diese Lösungen so bald wie möglich auch unseren Kund*innen hier anbieten zu können. 


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