Gaskrise in UK - die brennendsten Fragen kurz erklĂ€rt đŸ”„

Steht uns ebenfalls schon bald eine Gaskrise bevor? Wir haben Antworten zu den wichtigsten Fragen gesammelt.

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Die Medien sind aktuell voll davon: In Großbritannien sind die Großhandelspreise fĂŒr Gas seit Anfang des Jahres um 250 Prozent gestiegen. Allein um 70 Prozent seit August. Zahlen, die man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen muss.

GrĂŒnde dafĂŒr sind unter anderem die weltweit gestiegene Nachfrage (nach Corona laufen Fabriken inzwischen wieder voll an), eine geringere Energiegewinnung durch Wind und Sonne sowie kurzfristige Probleme bei einigen Atomkraftwerken, die ungeplant vom Netz gehen mussten. 

Das fĂŒhrt dazu, dass einige Energiekonzerne in Großbritannien wohl bald staatliche UnterstĂŒtzung anfordern werden. 💾
Doch gerade kleinere Versorger will die großbritannische Regierung nicht vor der Pleite schĂŒtzen, wie “The Guardian” berichtet. Auf diesem Weg soll verhindert werden, dass die Preise fĂŒr Verbraucher*innen noch weiter in die Höhe schnellen. Die Kundenportfolios dieser Unternehmen werden dann an grĂ¶ĂŸere Unternehmen versteigert. Wie der Brexit und andere unglĂŒckliche Verkettungen die Krise in Großbritannien zusĂ€tzlich befeuern, erlĂ€utert die Wirtschaftswoche in einem Artikel sehr deutlich. 

So viel zur Situation in Großbritannien. Doch welche Auswirkungen hat die Situation auf Deutschland? Steht uns ebenfalls schon bald eine Gaskrise bevor? Wir haben Antworten zu den wichtigsten Fragen gesammelt. 

Wie entwickelt sich der Gaspreis in Deutschland?

Auch in Deutschland mĂŒssen wir davon ausgehen, dass die Preise fĂŒr Gas - aber auch fĂŒr Strom - im nĂ€chsten Jahr deutlich steigen werden. Bereits jetzt haben 50 Gasversorger in Deutschland ihre Preise zuletzt um durchschnittlich 11,5 Prozent erhöht. Und auch fĂŒr den Winter rechnen Expert*innen mit einer weiteren Welle von Gaspreiserhöhungen, wie die FAZ berichtet. 

Die GrĂŒnde hierfĂŒr sind Ă€hnlich wie in Großbritannien: Vor allem das ungewöhnlich niedrige Preisniveau wĂ€hrend der Pandemie und damit verbunden, die jetzt wieder steigende Nachfrage, der neue CO2-Preis sowie ein fĂŒr diese Jahreszeit ungewöhnlich niedriger FĂŒllstand der Erdgasspeicher in Deutschland. 

Warum steigt der Gaspreis?

Die GrĂŒnde fĂŒr den steigenden Gaspreis - auch fĂŒr Octopus Energy Kund*innen - haben wir in unserem Blogbeitrag Steigende Gaspreise - wir erklĂ€ren warum noch einmal genau fĂŒr Dich beleuchtet. 

Kann es auch in Deutschland passieren, dass Energieanbieter im Zuge der Gaspreissteigerung pleite gehen?

Auf diese Frage gibt es leider keine klare Antwort. Wie immer gilt: Das kommt darauf an.
NatĂŒrlich kann es passieren, dass auch hierzulande einige Anbieter aufgrund der steigenden Gaspreise Probleme bekommen. FĂŒr ihre Kund*innen sprechen Energieanbieter - wie auch wir - Preisgarantien ĂŒber 12 oder sogar 24 Monate aus. Insbesondere kleine Anbieter, die in der Regel nicht international aufgestellt sind, kann das aufgrund der gestiegenen Einkaufspreise natĂŒrlich Probleme bereiten. Gerade, wenn nicht genug Kapital zur ÜberbrĂŒckung vorhanden ist. Ganz so große Ausmaße wie in Großbritannien mĂŒssen wir aber vermutlich dennoch nicht erwarten.

đŸ€“Gut zu wissen: Angst vor einem Ausfall der Gas- oder Stromversorgung musst Du in Deutschland ohnehin nie haben.
Hier springt immer der lokale Grundversorger ein. Sollte es jedoch zu diesem Fall kommen, musst Du dann auch dessen - meist sehr hohen - Preise in Kauf nehmen. đŸ€“

MĂŒssen sich Kund*innen von Octopus Energy Sorgen machen?

Darauf gibt es eine einfache und klare Antwort: Nein!
Weder unsere Kund*innen in Großbritannien noch hier in Deutschland mĂŒssen Sorge vor einer möglichen Pleite von Octopus Energy haben. Zwar sind wir in Deutschland noch neu auf dem Markt, profitieren aber von unserem international gut aufgestellten, kapitalkrĂ€ftigen und globalen Mutterunternehmen. 🐙đŸ’Ș

Wie schĂŒtzen wir uns vor solchen Entwicklungen in der Zukunft?

Um diese Frage zu beantworten ist es zunÀchst einmal wichtig sich anzusehen, woher das Gas in Deutschland kommt. 

Den Großteil unseres Gases in Deutschland erhielten wir 2020 von Russland (55,2%). Gefolgt von Norwegen (30,6%) und den Niederlanden (12,7%). Lediglich 1,6% unseres Gases erhalten wir von weiteren europĂ€ischen LĂ€ndern. Gerade die AbhĂ€ngigkeit vom russischen Gas und damit auch der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 wird immer wieder heftig kritisiert. 

Die beste Möglichkeit, diese AbhĂ€ngigkeit zu reduzieren, ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Dies bestĂ€tigt auch der fĂŒr die Klimakonferenz COP26 zustĂ€ndige StaatssekretĂ€r Alok Sharma in einem BBC-Interview. Sein Appell: Die erneuerbaren Energien mĂŒssten dringend schnell weiter ausgebaut werden. Diese Aussage können wir nur voll und ganz unterstĂŒtzen. đŸŒ±đŸ’š

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